Trotz Krücken mittendrin

Niklas Fricke war das Stadionkind beim Heimspiel gegen Borussia Dortmund.

Als die Wölfe vor der Bundesliga-Partie gegen Borussia Dortmund zum Warmmachen auf das Spielfeld der Volkswagen Arena liefen, wäre Niklas Fricke ihnen am liebsten gefolgt. Doch der Neunjährige, der als Stadionkind das Warm-Up direkt am Spielfeldrand verfolgte, konnte aus zwei Gründen nicht mitspielen: Zum einen steht der Drittklässler nicht – noch nicht – beim seinem VfL unter Vertrag, sondern läuft für den TSV Grün-Weiß Ilsenburg als Abwehrspieler auf. Zum anderen hindert ihn momentan eine Verletzung generell am Fußballspielen. Aber die Krücken konnten Niklas, der von seiner Mutter begleitet wurde, nicht davon abhalten, hinter die grün-weißen Kulissen zu gucken. Er traf Maskottchen Wölfi, gab VfL-Stadionsprecher Georg Poetzsch ein professionelles Interview und feuerte die Wölfe, vor allem Lieblingsspieler Koen Casteels, später von der Tribüne aus an. Am Ende des Tages stand für Niklas fest: Der Tag war trotz Krücken einfach toll und später möchte er selbst einmal als Profispieler auf dem Platz stehen.